Baesweiler: Überfüllte Altkleidercontainer per App melden

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Baesweiler – Überfüllte Altkleidercontainer und wilde Ablagerungen an den Sammelplätzen nehmen zu, auch im Gebiet der RegioEntsorgung. Das Kommunalunternehmen bittet deshalb die Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe, wie die Stadt Baesweiler in der Mitteilung der RegioEntsorgung weitergibt. Wer einen vollen oder nicht geleerten Container sieht, kann das über die App „RE-entsorgt“ melden.

Als Gründe nennt die Mitteilung die Krise auf dem Alttextilmarkt und die Insolvenzen etablierter Sammler. Dadurch seien zahlreiche Sammelangebote weggefallen. Auch caritative Organisationen hätten ihre Container aus dem öffentlichen Straßenraum abgezogen. Die übrigen Sammelstrukturen gerieten unter Druck. Im Verbandsgebiet komme es trotz bestehender Standortkonzepte an einzelnen Plätzen vermehrt zu Überfüllungen und Verschmutzungen. Die Beseitigung bedeute vor allem für die kommunalen Bauhöfe zusätzlichen Aufwand. Der Markt befinde sich im Umbruch, und die Umsetzung der europäischen Abfallrahmenrichtlinie in deutsches Recht stehe noch aus.

Die Hinweise aus der App sollen helfen, betroffene Standorte zu erkennen und die Lage besser einzuschätzen. Die RegioEntsorgung bittet außerdem, nichts neben den Containern abzustellen. Ist ein Container voll, sollten Bürger einen anderen Standort nutzen oder die Abgabe verschieben. Illegale Entnahmen aus Containern und Ablagerungen an den Standplätzen gehören den zuständigen Ordnungsämtern gemeldet.

Über das weitere Vorgehen soll im Dezember entschieden werden. „Der Verwaltungsrat der RegioEntsorgung hat die Problemlage im Blick und wird sich im Dezember erneut mit der aktuellen Situation der Alttextilsammlung befassen. Auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen und der weiteren Entwicklung soll dann über die Vorgehensweise für das Jahr 2027 entschieden werden“, erklärte Stephanie Pfeifer, Vorständin des Kommunalunternehmens. Bis dahin will die RegioEntsorgung die Sammlung so zuverlässig wie möglich aufrechterhalten und bittet um Verständnis, Rücksichtnahme und Mithilfe.

Kurz und knapp

  • Überfüllte oder nicht geleerte Alttextilcontainer melden: über die App „RE-entsorgt“
  • Illegale Entnahmen und Ablagerungen an den Standplätzen: den zuständigen Ordnungsämtern melden
  • Entscheidung über das Vorgehen 2027: im Dezember im Verwaltungsrat der RegioEntsorgung

Zum Hintergrund

Laut Abfall-ABC der Stadt Baesweiler können Fragen zur Abfuhr, zum Sperrmüll und Elektroschrott sowie Tonnenbestellungen auch über diese App an das Kundendienstzentrum der RegioEntsorgung AöR gerichtet werden. Alternativ geht es per E-Mail oder telefonisch unter 02403/5550666.

Wilder Müll an Container-Standorten ist in Baesweiler ein bekanntes Problem. Auf ihrer Website weist die Stadt darauf hin, dass an den Containerstandorten häufig Textilien, Speisereste und teils selbst normaler Hausmüll zurückgelassen werden. Der Baubetriebshof muss diesen Müll aufladen und kostenpflichtig entsorgen. Laut Stadt tragen letztlich alle Bürgerinnen und Bürger diese Kosten, weil sie über die Abfallgebühr verteilt werden.

Die Stadt bittet, Fehlverhalten bei der Müllentsorgung der Stadtverwaltung zu melden, und zwar per E-Mail an [email protected]. Nach Angaben der Stadt wird allen Hinweisen konsequent nachgegangen, um die Verursacher möglichst ausfindig zu machen.

Kommentar der Redaktion

Die App-Meldung ist ein niedrigschwelliger Weg, hilft aber nur, wenn die Hinweise auch zu schnelleren Leerungen führen. Dazu sagt die Mitteilung nichts. Offen bleibt auch, was künftig gelten soll. Wer bis dahin einen vollen Container sieht, tut allen einen Gefallen, wenn er nichts danebenstellt und stattdessen meldet.

Für Pressestellen

Sie haben eine Mitteilung aus Köln, Bonn, Aachen oder den Kreisen ringsum? Schicken Sie sie an [email protected]. Die Veröffentlichung ist kostenlos.

So funktioniert es

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