Jülich und seine Stadtteile gedenken am 14. und 15. November der Kriegstoten. Die Stadt Jülich teilte mit, dass der Ortsverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. am Vorabend des Volkstrauertages, Samstag, 14. November, um 16.00 Uhr zu einer Trauerfeier für die Toten beider Weltkriege einlädt. Sie findet auf der Kriegsgräberstätte an der Linnicher Straße in Jülich statt.
Willkommen sind sämtliche Bürgerinnen und Bürger der Stadt ebenso wie die Mitglieder der Verbände, Vereinigungen und Vereine. Die Stadt ruft dazu auf, an den Veranstaltungen teilzunehmen. Kriegsgräberstätten seien Orte der Trauer und des Nachdenkens, heißt es in der Mitteilung. Die Gräber mahnten künftige Generationen zum Frieden, und die Kriegstoten dürfe man nicht vergessen.
Die Feiern in den Stadtteilen
Am Samstag, 14. November, beginnen die Feiern in Barmen und Welldorf. In Barmen treffen sich die Teilnehmer um 17.30 Uhr am Ehrenmal hinter der Martinuskirche, danach wird eine heilige Messe gefeiert. In Welldorf wird um 18.15 Uhr auf dem Friedhof gedacht, bei schlechtem Wetter weicht man in die Kirche aus. Danach legt man an den beiden Ehrenmalen Kränze nieder.
Am Sonntag, 15. November, folgen die übrigen Stadtteile:
In Broich findet die Trauerfeier gegen 10.00 Uhr am Ehrenmal statt. In Bourheim geht es nach der Messe um 09:30 Uhr mit einem Schweigemarsch zum Ehrenmal, wo anschließend ein Kranz niedergelegt wird. In Güsten versammeln sich die Teilnehmer nach der Messe um 11:00 Uhr am Ehrenmal an der Kirche. In Kirchberg beginnt die Feier nach dem Gottesdienst um 10.15 Uhr, es folgt ein Schweigemarsch auf dem Ehrenfriedhof.
In Koslar findet das Gedenken um 10:15 Uhr im Anschluss an die Messe statt, und zwar am dortigen Ehrenmal. In Lich-Steinstraß beginnt das Gedenken gegen 10.15 Uhr bei der Kirche St. Andreas u. Matthias und wird nach der Messe am Ehrenmal fortgesetzt. In Mersch/Pattern beginnt das Gedenken nach dem Gottesdienst um 9:30 Uhr auf dem Friedhof. In Merzenhausen ist der Termin gegen 10.30 Uhr in der Gaststätte Wirtz. In Stetternich hält der Ortsvorsteher um 11.00 Uhr in der Kirche die Ansprache, danach wird auf dem Ehrenfriedhof ein Kranz niedergelegt.
Kurz und knapp
- Jülich: Samstag, 14.11.2026, 16.00 Uhr, Kriegsgräberstätte, Linnicher Straße
- Barmen: Samstag, 14.11.2026, 17.30 Uhr, Ehrenmal hinter der Martinuskirche, danach heilige Messe
- Welldorf: Samstag, 14.11.2026, 18.15 Uhr, Friedhof (bei schlechtem Wetter Kirche)
- Broich: Sonntag, 15.11.2026, gegen 10.00 Uhr, Ehrenmal
- Bourheim: Sonntag, 15.11.2026, nach der Messe um 09:30 Uhr, Schweigemarsch und Kranzniederlegung am Ehrenmal
- Güsten: Sonntag, 15.11.2026, nach der 11:00-Uhr-Messe, Ehrenmal an der Kirche
- Kirchberg: Sonntag, 15.11.2026, 10.15 Uhr im Anschluss an den Gottesdienst, Schweigemarsch auf dem Ehrenfriedhof
- Koslar: Sonntag, 15.11.2026, 10:15 Uhr im Anschluss an die Messe, Ehrenmal
- Lich-Steinstraß: Sonntag, 15.11.2026, ca. 10.15 Uhr, bei der Kirche St. Andreas u. Matthias, danach Ehrenmal
- Mersch/Pattern: Sonntag, 15.11.2026, 9:30 Uhr im Anschluss an den Gottesdienst, Friedhof
- Merzenhausen: Sonntag, 15.11.2026, gegen 10.30 Uhr, Gaststätte Wirtz
- Stetternich: Sonntag, 15.11.2026, 11.00 Uhr, Kirche, anschließend Ehrenfriedhof
Zum Hintergrund
Ursprünglich sollte der Volkstrauertag an die Toten des Ersten Weltkriegs erinnern, schreibt der Landtag NRW auf seiner Website. 1922 gab es im Berliner Reichstag die erste offizielle Gedenkfeier. Heute gilt der Tag allen Toten von Krieg, Gewalt und Terror und mahnt zu Versöhnung, Verständigung und Frieden.
Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde 1919 gegründet und kümmerte sich zunächst um die Gräber deutscher Kriegstoter des Ersten Weltkriegs im europäischen Ausland. Ab 1946 kamen die Gräber des Zweiten Weltkriegs dazu. Nach Angaben des Landtags betreut der Volksbund heute in 45 Staaten über 2,8 Millionen Gräber auf mehr als 800 Kriegsgräberstätten.
Die zentrale Gedenkveranstaltung des Landes richtet jedes Jahr eine andere Kommune in Nordrhein-Westfalen aus.
Kommentar der Redaktion
Die Liste zeigt, wie dicht das Gedenken in Jülich organisiert ist: Fast jeder Stadtteil hat seinen eigenen Termin, oft im Anschluss an Messe oder Gottesdienst. Wer mehrere Feiern besuchen will, sollte die Uhrzeiten vergleichen, da sich einige überschneiden. Bei Welldorf lohnt ein Blick aufs Wetter, weil der Ort wechseln kann.

