Baesweiler erinnert in der Burg an 65 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei

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Baesweiler – Die Stadt Baesweiler hat im Kulturzentrum Burg Baesweiler an das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türkei erinnert, das vor 65 Jahren geschlossen wurde. Veranstalter waren die Stadt und der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration, wie die Stadt Baesweiler mitteilte. Man würdigte die Lebensleistung und die Geschichte jener Menschen mit türkischen Wurzeln, die als „Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter“ nach Deutschland gekommen waren.

Der Abend sollte nicht nur zurückblicken. Er schlug nach Angaben der Stadt auch eine Brücke zu den Menschen, die heute in Baesweiler leben und eine internationale Familiengeschichte haben.

Pierre Froesch, der Bürgermeister, erklärte: „Wir haben im Laufe der Jahre gelernt, dass Unterschiede in Herkunft oder Religion uns nicht voneinander fernhalten müssen, sondern dass Vielfalt unser gemeinsames Leben bereichert.“ Alle Bürgerinnen und Bürger mit türkischen Wurzeln seien selbstverständlich ein Teil der Gemeinschaft. Er freue sich über jeden, der die Stadt seine Heimat nenne.

Gäste und Programm

Hüseyin Kantem Al, der Generalkonsul der Republik Türkiye in Köln, nahm als besonderer Gast an der Veranstaltung teil. Er sprach ein Grußwort und trug sich anschließend ins Goldene Buch der Stadt Baesweiler ein. Mit diesem Eintrag werden laut Stadt besondere Persönlichkeiten gewürdigt, zudem werden dort besondere Treffen festgehalten, die für Baesweiler und seine Einwohnerschaft von Bedeutung sind.

Prof. Dr. Halil Uslucan von der Universität Duisburg-Essen, wo er zu moderner Türkeiforschung und zu Integration forscht, hielt eine Rede. Tayfun Keltek, Vorsitzender des Landesintegrationsrates NRW, diskutierte in einer Podiumsrunde gemeinsam mit Zeitzeugen über das Anwerbeabkommen und dessen Folgen.

Kommentar der Redaktion

Dass Zeitzeugen auf dem Podium zu Wort kamen, gibt dem Jubiläum ein persönliches Gesicht, das bloße Reden nicht erreichen. Was sie konkret berichteten und wie viele Gäste kamen, steht in der Mitteilung leider nicht. Gerade die Erfahrungen der Zeitzeugen hätten einen näheren Blick verdient.

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