Gummersbach – Die Polizei im Oberbergischen Kreis will am Samstag, 31. Oktober, mit verstärkten Kräften präsent sein. Das teilte die Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis mit. Sie möchte damit mögliche Auseinandersetzungen frühzeitig verhindern und Straftaten konsequent verfolgen. An dem Tag fällt Halloween mit einem bundesweiten Protestaufruf zusammen, der unter den Motti „Gen Z regelt das“ und „Gen Z steht auf“ läuft.
Die Behörde beobachtet die Entwicklung und die Aufrufe in sozialen Medien aufmerksam, auch mit Blick auf frühere Ausschreitungen in anderen europäischen Ländern. Nach aktuellem Stand gibt es jedoch keine Hinweise auf vergleichbare gewalttätige Entwicklungen. Bis zum 29. Oktober war im Oberbergischen Kreis keine Versammlung für den 31. Oktober angezeigt worden.
Was an Halloween nicht erlaubt ist
Die Polizei warnt davor, Halloween als Freibrief zu verstehen. Fehlgeleitete Brauchtumsrituale und übermäßiger Alkoholkonsum rechtfertigen nichts, denn die Grenzen des Erlaubten seien schnell überschritten. Eier auf Menschen und Gegenstände zu werfen sowie Wände und Autos zu beschmieren, werde nicht toleriert. Böller und Feuerwerk sind verboten. Wer gedankenlos damit umgeht, gefährdet sich selbst und andere.
Gruselige Verkleidungen sind kein Problem. Tabu sind dagegen Waffen sowie Nachbildungen, die echten zum Verwechseln ähnlich sehen, die sogenannten Anscheinswaffen.
Sicher unterwegs
Im Straßenverkehr rät die Polizei zur Vorsicht. Wer sein Kostüm mit hellen oder reflektierenden Details ausstattet, wird auf der Straße leichter gesehen. Eltern sollten kleinere Kinder auf dem Weg begleiten und vorab klären, worauf im Verkehr zu achten ist. Wer auf eine Party geht, sollte den sicheren Heimweg vorher organisieren. Die Polizei erinnert an die Faustregel: Alkohol und Autofahren schließen sich aus.
Kurz und knapp
- Termin: Samstag, 31. Oktober
- Bis 29. Oktober im Oberbergischen Kreis angezeigte Versammlungen für den 31. Oktober: keine
- Notruf bei beobachteter Gewalt oder anderen Straftaten: 110
Kommentar der Redaktion
Die Mitteilung mischt Protestaufruf und Halloween-Brauchtum, doch die Behörde sieht beim Protest bisher keine Gefahr. Das ist eine beruhigende Aussage, die aber nur den aktuellen Stand beschreibt. Nützlich sind vor allem die praktischen Hinweise für Eltern und Partygänger. Offen bleibt, wo die Polizei genau Präsenz zeigt.

