Hennef – Zwei Jubiläen feiert die Stadt Hennef in diesem Jahr: Die Familienberatungsstelle im Amt für Kinder, Jugend und Familie besteht seit 20 Jahren, die Frühen Hilfen in der Beratungsstelle können auf ein Jahrzehnt Arbeit für Schwangere, Eltern und ihre kleinen Kinder zurückschauen. Das teilte die Stadt Hennef mit. Bürgermeister Mario Dahm gratulierte den Mitarbeitenden gemeinsam mit Miriam Overath, der Leiterin des Amtes, bei der Fachtagung in der Meys Fabrik.
Die Leiterin der Familienberatungsstelle, Irene Messmer, umschrieb ihre Arbeit mit den Worten: „Familienleben ist bunt und voller schöner Momente – es bringt aber auch Fragen und Herausforderungen mit sich.“ In solchen Situationen böten die Beratungsstelle und die Frühen Hilfen Unterstützung und ein offenes Ohr.
Wer wird beraten?
Eltern, Kinder, Jugendliche und ganze Familien finden in der Familienberatungsstelle Begleitung. Die Frühen Hilfen ergänzen das Angebot: Sie wenden sich an Familien mit Babys und Kleinkindern und setzen oft schon in der Schwangerschaft an. Beratung gibt es nicht erst in großen Krisen: Schon ein Gespräch oder ein fachlicher Impuls kann den Alltag erleichtern. Bei Trennung und anderen Veränderungen in der Familie können Eltern und Kinder ebenfalls Rat suchen. Die Beratung ist vertraulich und richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen. Kinder und Jugendliche können dort ihre Sorgen und Wünsche ansprechen.
Bei den Frühen Hilfen stehen drei Angebote im Mittelpunkt, die eine Familienhebamme begleitet. Beim Frühstückstreff kommen werdende und junge Eltern zusammen, knüpfen Kontakte und tauschen Erfahrungen aus. Die Babymassage zeigt, wie Berührungen die Bindung zum Kind stärken und helfen, seine Signale besser wahrzunehmen. Bei „Babys in Bewegung“ geht es um die motorische Entwicklung der Kleinsten, Eltern bekommen praktische Impulse für den Alltag.
Kurse, Gruppen und Ausstellung
Neben der Einzelberatung gibt es Gruppen und Kurse. Für November 2027 sind ein Kurs zur Pubertät für Eltern sowie eine Vätergruppe vorgesehen. Der Kurs soll Eltern helfen, diese Entwicklungsphase besser zu verstehen. In der Vätergruppe können Väter Erfahrungen und Fragen teilen und über ihre Rolle in der Familie nachdenken.
Zum Jubiläum zeigt das Generationenhaus die Fotoausstellung „Familie im Wandel – Väter im Wandel“. Die Fotografien von Martin Moog zeigen Väter im Kreis ihrer Kinder. Die Bilder hängen noch bis zum Jahresende 2026 auf den Fluren der Familienberatungsstelle und der Frühen Hilfen im Generationenhaus. Für Hennefer Bürger*innen sind die Angebote kostenfrei.
Kurz und knapp
- Ort: Generationenhaus, Humperdinckstraße 24
- Die Fotoausstellung „Familie im Wandel – Väter im Wandel“ läuft noch bis Jahresende 2026.
- Elternkurs zur Pubertät und Vätergruppe: November 2027
- Kosten: für Hennefer Bürger*innen keine
Zum Hintergrund
Wie die Stadt Hennef mitteilt, steht das Angebot der Familienberatungsstelle Eltern, Kindern und Jugendlichen offen, ebenso allen weiteren Menschen aus Hennef, die an der Erziehung mitwirken. Jugendliche können sich auch ohne ihre Eltern an sie wenden.
Die Frühen Hilfen sind nach Angaben der Stadt für werdende Mütter und Väter sowie für Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren da. Organisatorisch sind sie im Amt für Kinder, Jugend und Familie angesiedelt. Das Angebot ist laut Stadt kostenfrei, unverbindlich, anonym, vertraulich und präventiv.
Die Familienberatungsstelle erreicht man laut Stadt telefonisch unter 02242 888 518 oder per E-Mail an [email protected]. Die Frühen Hilfen haben ihr Familienbüro im Generationenhaus, das Montag bis Donnerstag von 8:30 Uhr bis 12:30 Uhr offen steht. Telefonisch sind sie unter 02242 / 888 577 zu erreichen.
Kommentar der Redaktion
Dass Beratung ausdrücklich nicht erst in der Krise beginnen soll, senkt die Hemmschwelle. Wer unsicher ist, ob sein Anliegen groß genug ist, kann sich nach dieser Mitteilung trotzdem melden. Offen bleibt, wie viele Familien die Angebote nutzen und wie lange man auf einen Termin warten muss.

