Köln – Für zwei Kraftwerksvorhaben von RWE in der Region liegen die Genehmigungsbescheide vor. Regierungspräsident Gregor Lange unterzeichnete sie persönlich und übergab sie an das Unternehmen, wie die Bezirksregierung Köln mitteilte. Geplant sind in Eschweiler am Kraftwerksstandort Weisweiler eine Gas- und Dampfturbinenanlage und in Hürth am Standort Knapsack eine Gasmotorenanlage, beide wasserstofffähig. Die Anlage in Knapsack soll Spitzenlasten abdecken.
Beide Anlagen sollen zusätzliche flexible Stromerzeugungskapazitäten schaffen. Sie stehen vor allem dann bereit, wenn erneuerbare Energien den Bedarf an Strom nicht komplett abdecken. Nach Angaben der Bezirksregierung tragen die Vorhaben damit zur Versorgungssicherheit in der Zukunft und zur Netzstabilität bei.
Lange sagte: „Zugleich eröffnet die wasserstofffähige Auslegung eine Perspektive für die schrittweise Dekarbonisierung der Stromerzeugung.“ Er nannte die Bescheidübergabe einen wichtigen Schritt für die zukünftige Energieversorgung und den Strukturwandel im Rheinischen Revier. Die sichere und zuverlässige Stromversorgung sei eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende.
Dr. Stefan Berrisch, Leiter Genehmigungen bei RWE, lobte die Zusammenarbeit mit dem zuständigen Dezernat 53 der Bezirksregierung Köln als vorbildlich. Die Übergabe der Bescheide sei für beide Vorhaben ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zur Umsetzung. Die Verfahrensdauern könnten sich angesichts der Komplexität der Vorhaben „mehr als sehen lassen“, sagte er.
Zum Hintergrund
Laut der Geschichte des Konzerns bei Wikipedia investierte RWE unter anderem in das Braunkohlekraftwerk Weisweiler, da es 80 % der Braunkohle kontrollierte.
Gas- und Steinkohlekraftwerke gab RWE Power Anfang 2013 an die RWE Generation SE ab, die sie seither selbst betreibt. In dieser Gesellschaft sind länderübergreifend die konventionellen Stromerzeugungsgesellschaften des Konzerns gebündelt.

