Wassenberg erinnert am Freitag, 13. November 2026, an die Reichspogromnacht. Um 10:00 Uhr startet die Gedenkstunde auf dem Professor-Heinrichs-Platz, der auch Synagogenplatz genannt wird und sich an der Synagogengasse vor der jüdischen Gedenkstätte befindet. Als Leitspruch dient „Wassenberg – eine Stadt, die nicht vergisst“. Eingeladen sind alle Interessierten, teilte die Stadt Wassenberg mit.
Gestaltet wird die Feier gemeinsam mit der Stadt vom Heimatverein Wassenberg und von der Betty-Reis-Gesamtschule. Wortbeiträge kommen von der Stadt, dem Heimatverein und der Schule, außerdem von Zeitzeugen.
Die Stadt misst dem Gedenken an die jüdische Geschichte Wassenbergs nach eigenen Angaben einen hohen Stellenwert bei. In ganz Deutschland erinnern Menschen am 9. und 10. November an die Reichspogromnacht des Jahres 1938. Gedenken heißt für die Stadt zweierlei: die Erinnerung an die Millionen Menschen, die in der nationalsozialistischen Diktatur wegen des Rassenwahns ums Leben kamen, und die Verpflichtung, in der Gegenwart Akzente im Sinn der eigenen Werte zu setzen.
In diesem Jahr gibt es nach Darstellung der Stadt angesichts zunehmender populistischer Tendenzen Besorgnis um das demokratische Zusammenleben. Deshalb sollen sich Beteiligte wie Interessierte an diesem Tag auf dem Platz versammeln und gemeinsam gedenken.
Kurz und knapp
- Termin: Freitag, 13. November 2026, 10:00 Uhr
- Ort: Professor-Heinrichs-Platz (Synagogenplatz) in Wassenberg, an der Synagogengasse vor der jüdischen Gedenkstätte
- Leitgedanke: „Wassenberg – eine Stadt, die nicht vergisst“
- Teilnahme: alle Interessierten sind eingeladen
Kommentar der Redaktion
Dass Stadt, Heimatverein, Schule und Zeitzeugen gemeinsam zu Wort kommen, gibt der Feier eine breite Grundlage. Die Zeitzeugen dürften für Schülerinnen und Schüler besonders anschaulich machen, worum es geht. Die Mitteilung nennt nicht, wie lange die Feier dauert. Wer teilnehmen will, sollte den Vormittag dafür einplanen.

