Wermelskirchen – Wie lässt sich der Zusammenhalt in Wermelskirchen stärken? Darüber sollen Bürgerinnen und Bürger am Dienstag, 3. November, im Großen Saal des Bürgerzentrums diskutieren. Dort beginnt das Projekt „mach mit Wermelskirchen“ mit einer Auftaktveranstaltung von 14.45 bis 17 Uhr. Das teilte die Stadt Wermelskirchen mit. Quartiersmanagerin Simona Sieglar lädt dazu ein.
Das Quartiersmanagement will mit dem Projekt ein Netzwerk aus Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, sozialen Trägern und Stadtverwaltung aufbauen und festigen. Zugleich soll der Zusammenhalt wachsen, die Integration vorankommen und nachbarschaftliches Engagement gefördert werden. Sieglar sagte: „Unser Ziel ist es, eine sorgende Gemeinschaft im Quartier aufzubauen, in der Menschen, Organisationen und Institutionen miteinander verbunden sind, voneinander profitieren und gemeinsam mehr erreichen als jede und jeder für sich allein“.
Eingeladen sind Interessierte, Initiativen, Vereine und Organisationen. Sie sollen das Projekt kennenlernen und sich aktiv einbringen. Sieglar möchte nach eigener Aussage einen Ort schaffen, an dem Impulse entstehen und Kontakte geknüpft werden. Am Nachmittag soll diskutiert werden, was Wermelskirchen braucht. Erfahrungen, Ideen und Kompetenzen der Teilnehmenden sollen helfen, die Stadt lebendig und zukunftsfähig zu halten.
Programm: Werkstattgespräch statt Vorträge
Die Veranstaltung ist als aktives Werkstattgespräch geplant. Zu Beginn begrüßen Simona Sieglar und Lena Peukert, Fachbereichsleitung Familien- und Quartiersarbeit. Norbert Galonska, stellvertretender Bürgermeister, spricht ein Grußwort. Danach steht der direkte Austausch der Teilnehmenden im Zentrum.
Es folgen ein kurzer Bericht zur aktuellen Quartiersarbeit und ein „Speed Networking“, bei dem man schnell erste Kontakte zu Gleichgesinnten knüpfen kann. Anschließend beginnt die Ideenfindung in vier Workshops: Vernetzung und Kommunikation, Mobilität, interkulturelle Veranstaltungen sowie Treffpunkte für Jung und Alt.
Kurz und knapp
- Termin: Dienstag, 3. November, von 14.45 bis 17 Uhr
- Ort: Großer Saal des Bürgerzentrums, Telegrafenstraße 29-33
- Anmeldung bis zum 28. Oktober digital unter https://forms.office.com/e/NVyEppKkHs
- Anmeldung per Mail: [email protected]
- Anmeldung telefonisch bei der Quartiersmanagerin: 0157 / 8500 6476
Zum Hintergrund
Auf ihrer Website legt die Stadt dar, wie sie den Begriff „Quartier“ versteht: Eine feste Größe gebe es dafür nicht, denn darunter falle sowohl eine komplette Stadt als auch ein Stadtteil, ein Dorf oder eine Nachbarschaft.
Wer sich mit einer Initiative Geld für ein Projekt wünscht, findet in Nordrhein-Westfalen Angebote. Die neue Ehrenamtsstiftung von WestLotto ermöglicht laut Landesregierung ab dem 1. September gemeinnützigen Vereinen und Initiativen, digital Förderungen von 1.000 bis 5.000 Euro für ihre Projekte zu beantragen.
Der Heimat-Fonds des Landes richtet sich dagegen an Städte, Kreise und Gemeinden. Nach Angaben des Ministeriums beantragen sie online eine Anteilfinanzierung von 50 %, die Fördersumme liegt zwischen mehr als 2.500 Euro und 50.000 Euro.
Kommentar der Redaktion
Die Auftaktveranstaltung setzt auf Mitmachen statt auf Vorträge, das ist für ein Netzwerkprojekt stimmig. Offen bleibt, was nach den Workshops mit den gesammelten Ideen geschieht und wie Teilnehmende danach beteiligt bleiben. Wer Interesse hat, sollte sich rechtzeitig anmelden und schon eigene Themen mitbringen.

