Wermelskirchen: Zweiter Waldspaziergang mit allen Sinnen im Eifgental

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Wermelskirchen – Der Novemberwald im Eifgental lässt sich bald wieder mit allen Sinnen erleben: Die Stadt Wermelskirchen lädt am Freitag, 27. November, zum zweiten „Waldspaziergang mit allen Sinnen“ ein. Das teilte die Stadt Wermelskirchen mit. Treffpunkt ist um 16 Uhr der Eifgen-Wanderparkplatz.

Geführt wird die etwa einstündige Runde von Kräuterpädagogin Ute Althausen. Sie zeigt, was die Natur auch in der kühleren Jahreszeit bietet. Strecke machen soll dabei niemand. Im Mittelpunkt stehen die kleinen Entdeckungen am Wegesrand: Es geht darum, was sich ertasten lässt, welche Düfte in der Waldluft liegen und was es vielleicht sogar zu schmecken gibt.

Den ersten Waldspaziergang dieser Art hatte Ute Althausen bereits geleitet. Die Teilnehmenden erkundeten die Natur, genossen die frische Waldluft und probierten kleine kulinarische Überraschungen aus natürlichen Zutaten, die die Kräuterpädagogin zubereitet hatte. Die Resonanz sei so positiv gewesen, dass nun eine zweite Runde ansteht.

Sonja Robbe, Ehrenamtskoordinatorin der Stadt, sagte: „Gerade in der dunkleren Jahreszeit tut es gut, zur Ruhe zu kommen, sich an der frischen Luft zu bewegen und eine Stunde in netter Gesellschaft zu verbringen“.

Kurz und knapp

  • Termin: Freitag, 27. November, 16 Uhr
  • Treffpunkt: Eifgen-Wanderparkplatz
  • Dauer: etwa einstündiger Spaziergang
  • Kosten: Die Teilnahme ist kostenlos.
  • Empfohlen: festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung
  • Anmeldung: Sonja Robbe, per E-Mail an [email protected]

Zum Hintergrund

Ein solcher Spaziergang erinnert an das sogenannte Waldbaden. Laut Wikipedia ist das der gezielte Aufenthalt von Menschen im Wald zur Verbesserung der Gesundheit oder des Wohlbefindens. Dabei ist das Waldbaden nicht an bestimmte Verhaltensweisen gekoppelt. Achtsamkeitstechniken oder Meditation werden zwar häufig praktiziert, gelten aber nicht als wesentlicher Bestandteil.

In Deutschland wird als Synonym häufig der japanische Begriff shinrin-yoku verwendet. Den Begriff „Waldbaden“ selbst prägte laut Wikipedia 1982 der Japaner Tomohide Akiyama. Er lehnt sich an Sonnenbaden und Meerbaden an.

Zu den Wirkungen heißt es dort, eine Metaanalyse zeige eine Verringerung des Stresshormons Cortisol. Beim Waldbaden in Verbindung mit einer Terrainkur zeigten sich zudem positive Effekte auf Blutdruck, Herzfrequenz und Immunsystem. Eine Behandlung von Krebserkrankungen durch Waldtherapie sei dagegen nach heutigem Kenntnisstand nicht gerechtfertigt.

Kommentar der Redaktion

Das Angebot ist niedrigschwellig: kostenlos, kurz und ohne sportlichen Anspruch. Wer sich nach Feierabend eine Stunde Ruhe gönnen möchte, ist hier richtig. Die gesundheitlichen Effekte des Waldes sind dabei kein Versprechen, sondern ein schöner Nebeneffekt. Wegen der Anmeldung per E-Mail sollten Interessierte nicht bis zum letzten Tag warten.

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