Stolberg – In Stolberg hängen jetzt individuell geschmiedete Abfallkörbe im Stadtgebiet. Das teilte die Stadt Stolberg mit. Mitarbeiter des Technischen Betriebsamtes haben die Unikate installiert, nachdem sie ihre finale Bearbeitung erhalten hatten.
Gefertigt wurden die Körbe als Bürgerfondsprojekt, passend zur Ausstellung „MetAlles“ der Metallgestalter im Vorjahr. Mitgewirkt haben Stadtschmied Adi Radermacher, die Schmiede Michael Ertlmeier aus Kolbermoor und Johann Reif (Moosburg an der Isar) sowie Jugendliche der Jugendberufshilfe.
Kurzpraktikum für junge Menschen
Die Arbeiten gehörten zum Projekt „Soziales Schmieden“, einem kreativen Kurzpraktikum. Angesprochen waren gezielt junge Menschen, die weder einen Schulabschluss noch einen Ausbildungsplatz haben. Sie bekamen praktische Einblicke ins Handwerk und konnten mit ihrer eigenen Gestaltungskraft sichtbare Spuren im öffentlichen Raum hinterlassen.
Motive und Standorte
Jeder Standort hat ein eigenes Motiv:
- Kaplan-Joseph-Dunkel-Platz: Burg und Schwert, sie verweisen auf das Wahrzeichen der Stadt.
- Kaiserplatz: ein Mühlenmotiv.
- Auf dem Geschwister-Scholl-Platz steht der Galminus samt Galmei-Veilchen.
Nach Angaben der Stadt sollen die Körbe nicht nur zu einem sauberen Stadtbild beitragen, sondern zugleich die lokale Geschichte sichtbar machen.
Kurz und knapp
- Auf dem Kaplan-Joseph-Dunkel-Platz sind eine Burg und ein Schwert als Motive zu sehen.
- Kaiserplatz: Mühlenmotiv
- Am Geschwister-Scholl-Platz findet sich der Galminus zusammen mit dem Galmei-Veilchen.
Kommentar der Redaktion
Ein Abfallkorb mit Geschichte ist eher ein Anlass, ihn auch zu benutzen, als einer von der Stange. Reizvoll ist die Verbindung mit dem Projekt für junge Menschen ohne Abschluss. Offen bleibt, ob solche Kurzpraktika weitergeführt werden. Einen Spaziergang zu den Plätzen lohnen die Motive allemal.

