Bergisch Gladbach – Wie funktioniert die Loverboy-Masche, und wie können sich junge Frauen davor schützen? Um diese Fragen geht es am kommenden Freitagabend (06.11.) bei einem öffentlichen Themenabend in der Integrierten Gesamtschule Paffrath in Bergisch Gladbach. Das teilte die Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis mit.
Geplant ist auch eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Expertinnen. Dabei ist Jennifer Lorenz aus dem Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei Rhein-Berg. Sie beschreibt, dass es bei der Loverboy-Methode vielschichtige Deliktsfelder gebe, denen vor allem junge Frauen zum Opfer fallen könnten. Den Opfern werde oft erst sehr spät bewusst, dass sie in ein Netz aus Lügen und Machtmissbrauch geraten seien. Dann sei die Hürde besonders hoch, sich zu offenbaren und Anzeige zu erstatten. Das führe nach ihrer Aussage zu einer sehr hohen Dunkelziffer.
Die Kriminalhauptkommissarin nennt ihr Ziel so: „Mein Ziel ist es, die Hemmschwelle zu verringern und Menschen zu ermutigen, bei der Polizei Anzeige zu erstatten.“ Nur so könne man das Hellfeld erhöhen und erfolgreiche präventive Maßnahmen ergreifen, um Frauen künftig vor solchen Tätern zu schützen.
Eingeladen haben die BONO-Direkthilfe und die Integrierte Gesamtschule Paffrath, außerdem die städtische Gleichstellungsstelle sowie weitere Kooperationspartner:innen.
Kurz und knapp
- Termin: 06.11.
- Ort: Integrierte Gesamtschule Paffrath, Bergisch Gladbach
- Beginn: 18:00 Uhr, Einlass ab 17:30 Uhr
- Öffentliche Veranstaltung mit Podiumsdiskussion
Kommentar der Redaktion
Die Mitteilung nennt als Ziel der Polizeivertreterin, die Hemmschwelle für Anzeigen zu senken. Sie sagt nicht, welche weiteren Expertinnen auf dem Podium sitzen oder welche Themen im Einzelnen behandelt werden.

