Aachen – Mit Comedy, Gesprächen und Poesie hat die RWTH Aachen im Apollo in der Pontstraße Wissenschaft auf die Bühne gebracht. Die „Stand-up for Science-Night“ fand am Donnerstagabend statt, teilte die RWTH Aachen mit. Auf dem Programm standen Late-Night-Talks, ein Poetry-Slam und eine Analyse mit Diskussion zu den Folgen der Midterms in den USA.
Für den Comedian Khalid Bounouar war der Abend ein Heimspiel, denn er kommt aus Aachen. Moderatorin Luca Swieter stellte ihm Aachen-Fragen: Streuselbrötchen oder Printe, Carolus-Therme oder Hangeweiher, Och härm oder Au hur? Bounouar entschied sich für Streuselbrötchen, Hangeweiher und Au hur. Printen seien ein Geschenk für Gäste. Auch Pferd oder E-Roller mit Armin Laschet beantwortete er, er wählte das Pferd.
Bounouar sprach auch über Vorurteile, denen er mit seiner Truppe „Rebell Comedy“ immer wieder ausgesetzt sei. Wichtig sei ihm die Freiheit, „das zu machen, was ich liebe, fernab von klassischen Jobs.“ Comedy sei für ihn Therapie: Worüber man lachen könne, werde erträglicher.
Professor Matthias Wessling, RWTH-Prorektor für Transfer, sagte, man habe an diesem Abend auch schwere Themen. Die Freiheit der Wissenschaft halte den Abend zusammen. Über die Midterms und den Zustand der transatlantischen Beziehungen sprachen Dr. Mayssoun Zein al Din, Executive Director der Academy of International Affairs NRW, sowie Anca Agachi, Defense Policy Analyst bei RAND und Karlspreis-Stipendiatin. Nach Agachis Einschätzung gilt: „Die neue Realität wird trotz des Erfolgs der Demokraten bleiben, Europa wird stärker für sich selbst sorgen müssen.“
Die Astronautin und Klimawissenschaftlerin Dr. Insa Thiele-Eich ist fünffache Mutter und stellvertretende Bürgermeisterin in Königswinter. Familie und Beruf zu vereinen, sei ihr größtes Problem. Sie berichtete vom Aberglauben von Raumfahrerinnen und Raumfahrern. Auch Rassismus und Sexismus seien Themen, mit denen sie sich immer wieder auseinandersetze.
Den Poetry-Slam moderierte Simon Middelkoop. Auf der Bühne standen Björn Rosenbaum, Käte, Luise Wolff und Leon Hanke. Es war die dritte Auflage der Veranstaltung. Der Abend ist Teil des Summits „Freedom of Research“, den die Stiftung Internationaler Karlspreis zu Aachen, der Knowledge Hub und ein Forschungskolleg der RWTH gemeinsam organisieren. Laut Mitteilung hätte die Veranstaltung mehr Besucher verdient gehabt.
Kurz und knapp
- Ort: Apollo in der Pontstraße, Aachen
- Zeit: Donnerstagabend
Kommentar der Redaktion
Die Mischung aus Humor und ernsten Themen wie Rassismus und transatlantischen Beziehungen klingt stimmig. Offen bleibt in der Mitteilung, wie viele Besucher tatsächlich kamen.

