Bornheim – Wer über eine Wärmepumpe nachdenkt, kann sich in Bornheim aus erster Hand informieren. Mehrere Hausbesitzende im Stadtgebiet öffnen am „Tag des offenen Heizungskellers“ ihre Türen und zeigen Interessierten ihre Wärmepumpen und weitere Technik der erneuerbaren Energien. Das teilte die Stadt Bornheim mit.
Mit dabei ist auch die Johann-Wallraf-Grundschule, eine städtische Liegenschaft. Sie öffnet von 10 bis 12 Uhr und berichtet über ihre energetische Sanierung. Besucher können dort Fragen stellen, Erfahrungen austauschen und sich ein Bild davon machen, wie der Wechsel zu einer klimafreundlichen Heizung gelingt.
Bürgermeister Christian Mandt sagte, für viele sei die Wahl der richtigen Heizung eine große Herausforderung. Deshalb sei der Austausch mit Menschen wertvoll, die den Prozess schon erlebt haben. Echte Erfahrungswerte könnten Hemmungen abbauen. Nach seinen Worten zeigen diese Erfahrungen, wie es auch im eigenen Zuhause gut gelingen kann.
Der Eintritt kostet nichts, man muss sich aber vorher anmelden. Wer kommt, findet Infomaterial zu Wärmepumpen und zu staatlicher Förderung.
Zu dem bundesweiten Aktionstag, in dessen Rahmen die Aktion stattfindet, haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und einige Kooperationspartner aufgerufen. Er soll die Wärmewende sichtbar machen und an praktischen Beispielen zeigen, wie Planung, Finanzierung und Nutzung im Alltag aussehen.
Den Anlass bildet die Wärmeplanung, die in den kommenden Jahren jede Stadt und jede Gemeinde in Deutschland aufstellen muss. Dabei geht es um große Investitionen in Wärmenetze, aber auch darum, dass Gas- und Ölheizungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern durch Wärmepumpen und andere klimafreundliche Technik ersetzt werden. Bornheim hat seine Kommunale Wärmeplanung schon abgeschlossen.
Kurz und knapp
- An der Johann-Wallraf-Grundschule findet die Aktion von 10 bis 12 Uhr statt.
- Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
- Infos und Anmeldung: www.offenerheizungskeller.de
- Fragen beantwortet die Klimaschutzmanagerin der Stadt, erreichbar per E-Mail: Laura.hupperich(at)stadt-bornheim.de.
Zum Hintergrund
Für den Einbau einer Wärmepumpe gibt es einen staatlichen Zuschuss. Die KfW fördert unter der Nummer 458 private Eigentümerinnen und Eigentümer, die eine effiziente Heizungsanlage einbauen. Laut KfW liegt der Zuschuss zwischen 30 und 80 Prozent der förderfähigen Kosten.
Als Grundförderung nennt das Merkblatt der KfW einen Zuschuss von 30 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten. Einkommensschwache selbstnutzende Eigentümer können zusätzlich zur Grundförderung eine Bonusförderung erhalten. Die Förderung steht nach Angaben der KfW unter dem Vorbehalt verfügbarer Haushaltsmittel, ein Rechtsanspruch besteht grundsätzlich nicht.
Gefördert wird ein bestehendes Wohngebäude, dessen Bauantrag oder Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt. Den Antrag stellen Eigentümer vor Vorhabenbeginn im Kundenportal „Meine KfW“. Anträge müssen laut KfW in jedem Fall vor Beginn der Arbeiten vor Ort gestellt werden.
Für die Beantragung und Begleitung des Vorhabens ist laut Merkblatt eine Expertin oder ein Experte für Energieeffizienz aus der Expertenliste des Bundes oder ein Fachunternehmen einzubinden. Nach der Zusage hat man 36 Monate Zeit, das Vorhaben abzuschließen.
Zur Wärmeplanung schreibt die Stadt Bornheim auf ihrer Website, der Stadtrat habe den 200-seitigen Bericht im Oktober 2025 einstimmig angenommen.
Kommentar der Redaktion
Der Termin lohnt sich vor allem für Menschen, die vor einer Heizungsentscheidung stehen und Erfahrungen aus der Nachbarschaft schätzen. Die Mitteilung sagt nicht, welche Hausbesitzer mitmachen und wo sie wohnen. Das sollten Interessierte bei der Anmeldung klären. Wer einen Zuschuss will, sollte die Förderbedingungen prüfen, bevor er einen Auftrag erteilt.

