Aachen – Wer am Wochenende in Aachen spazieren gehen möchte, sollte Wald und Parks im Auge behalten: Für das Wochenende ab Freitag, 23. Oktober, ist stürmisches Wetter vorausgesagt. Die Stadt Aachen rät deshalb dazu, bei Sturm weder den Aachener Wald noch die Parkanlagen aufzusuchen. Das teilte die Stadt Aachen mit. Derzeit ziehen die ersten Herbst- und Winterstürme über die Landschaft, es ist feucht und kalt.
Die Gefahr ist nach Angaben der Stadt mit dem Ende des Sturms nicht vorbei. Nicht jeder Ast stürzt unmittelbar herab. Einige hängen zunächst teilweise in den Baumkronen fest, lösen sich erst später und können unter Umständen sogar noch Tage oder Wochen danach auf die Spazierwege stürzen.
Für Waldspaziergänge gibt die Stadt Hinweise, die das ganze Jahr gelten, besonders aber im Herbst und Winter: Spaziergänger sollen aufmerksam bleiben, passende Schuhe anziehen und die Wege nicht verlassen.
Außerdem weist die Stadt auf die rechtliche Lage hin. Fast alle Waldwege und Forststraßen im Aachener Wald sind juristisch gesehen Privatwege. Sie können öffentlich genutzt werden, sind aber nicht öffentlich gewidmet. Einen Winterdienst gibt es grundsätzlich nicht, weder auf den Wegen im Wald noch auf den dortigen Parkplätzen. Das Risiko trägt stets, wer sich dort aufhält.
Zum Hintergrund
Dass der Waldbesuch auf eigenes Risiko geschieht, gilt in ganz Nordrhein-Westfalen. Auf der Website von Wald und Holz NRW heißt es, jeder dürfe die Wälder zur Erholung betreten, doch geschehe dies auf eigene Gefahr.
Die Besucher müssen demnach selbständig auf natur- und waldtypische Gefahren achten. Dazu zählen laut Wald und Holz NRW zum Beispiel von Bäumen herabfallende Äste. Wer einen Wald besitzt, müsse weder im Forst selbst noch an dessen Wegen für die Verkehrssicherheit sorgen.
Bei Sturm empfiehlt die Landesbehörde, bei stürmischem Wetter oder unmittelbar nach einem Sturm keinen Wald aufzusuchen, weil dann besonders oft Äste herabfallen. Außerdem empfiehlt sie geeignete Kleidung und festes Schuhwerk.
Kommentar der Redaktion
Der Hinweis der Stadt ist eine Empfehlung, kein Verbot. Wer trotzdem hinausgeht, trägt die Verantwortung selbst. Praktisch heißt das: Bei Sturmwarnung lieber auf Straßen und Wege außerhalb von Baumbeständen ausweichen und auch nach dem Wetter noch einige Tage mit Astbruch rechnen. Offen bleibt, wie Spaziergänger in den Parks informiert werden, wenn es dort gefährlich wird.

