Erkelenz – In den Erkelenzer Dörfern beginnen die Bauarbeiten am 2. November 2026. Zunächst sperren die Verantwortlichen Gebäude ab, entkernen sie und schneiden Bewuchs frei. Erst danach folgen die eigentlichen Abbrucharbeiten, und zwar Schritt für Schritt. Sie laufen das ganze Jahr 2027 weiter, teilte die Stadt Erkelenz mit.
Betroffen sind Häuser, die Bausachverständige begutachtet haben. Ihr Ergebnis: Bei einem Teil der Häuser hielten sie den Erhalt wegen des baulichen Zustands nicht für sinnvoll. In anderen Fällen würde eine Sanierung mehr kosten, als die Objekte wert sind, sodass sich der Aufwand wirtschaftlich nicht rechnet. Aktuell sind rund 50 der insgesamt 567 Anwesen, die RWE Power gehören, für den Rückbau vorgesehen.
Die frei werdenden Grundstücke sollen später überwiegend wieder bebaut und vermarktet werden.
Verkauf von Privathäusern
Parallel läuft der Verkauf von Privathäusern, der Ende November 2025 begann. Seitdem wurden rund 60 Kaufverträge abgeschlossen oder notariell vorbereitet. Rund 30 Anwesen sind bereits an neue Eigentümerinnen und Eigentümer übergeben worden.
Weitere Rückbauten der Stadt
Die Stadt Erkelenz plant außerdem, das ehemalige Feuerwehrgerätehaus in Alt-Keyenberg abzureißen. Außerdem soll eine Remise neben der Kapelle in Alt-Berverath zurückgebaut werden. Beide Rückbauten sollen die unmittelbare Umgebung aufwerten.
Alle Maßnahmen gehören zur laufenden Revitalisierung der fünf Dörfer und zur weiteren Entwicklung der Ortschaften nach dem städtischen Entwicklungskonzept. Die Stadt will die Dörfer auf Dauer als Orte zum Wohnen und Leben festigen und ihren weiteren Ausbau fördern.
Kurz und knapp
- Beginn: 2. November 2026 (Absperren, Entkernen, Freischneiden)
- Abbrucharbeiten: schrittweise, fortgeführt über das Jahr 2027
- Rückbau städtischer Gebäude: ehemaliges Feuerwehrgerätehaus in Alt-Keyenberg, Remise neben der Kapelle in Alt-Berverath
Kommentar der Redaktion
Dass nicht jedes Haus erhalten bleibt, ist nach den Gutachten nachvollziehbar, dürfte für manchen Anwohner trotzdem schmerzhaft sein. Die Mitteilung nennt weder die Orte der Abrisse noch eine Stelle, bei der sich Interessierte zu den Grundstücken informieren können. Wer in den Dörfern wohnt, sollte mit Absperrungen und Baustellenbetrieb rechnen.

