Wermelskirchen – In Wermelskirchen können Bürgerinnen und Bürger in diesem Jahr wieder Weihnachtswünsche älterer Menschen erfüllen. Die Stadt führt die Wunschbaum-Aktion für Seniorinnen und Senioren zum dritten Mal durch, wie die Stadt Wermelskirchen mitteilte. Angesprochen sind Menschen, die sich wenig leisten können und für die schon ein Gutschein oder eine Packung Pralinen etwas Besonderes ist.
Angeschrieben werden 350 Bürgerinnen und Bürger ab 60 Jahren, die Grundsicherung beziehen. Den Brief verschickt Bürgermeister Bernd Hibst. Die Empfänger sind eingeladen, auf einem Wunschzettel einen eigenen Weihnachtswunsch aufzuschreiben, der höchstens 25 Euro kosten darf.
So läuft die Aktion ab
Die ausgefüllten Wunschzettel geben die Seniorinnen und Senioren im Rathaus ab. Die Stadt überträgt die Wünsche anonymisiert auf Karten und hängt sie im Foyer des Rathauses an den Wunschbaum. Wer einen Wunsch erfüllen möchte, nimmt sich dort eine Karte mit. Die Karten der älteren Menschen sind grün, die der Kinder rot. So lassen sie sich am Baum auseinanderhalten. Die Aktion für Kinder organisiert die Stadt bereits zum sechsten Mal zusammen mit Kinderschutzbund und Tafel.
Organisiert wird sie von Sabine Salamon von der Fachstelle „Älter werden“. Sie berichtet, viele Angeschriebene hätten sich in den vergangenen Jahren zunächst nicht getraut, überhaupt etwas zu wünschen. Manche hätten nicht geglaubt, dass ein Wunsch erfüllt wird. Dann aber hätten viele Menschen in der Stadt bewusst älteren Menschen eine Freude gemacht und sich dabei großzügig gezeigt. Salamon hofft deshalb auf viele zurückgegebene Wunschkarten.
Die Wünsche der Vorjahre waren unterschiedlich. Häufig standen Gutscheine für ein Café oder den Friseur auf den Zetteln, aber auch Waschmittel oder Pralinen. Wünschen kann man sich außerdem gemeinsame Zeit, etwa eine Begleitung beim Spaziergang oder einen fröhlichen Spielenachmittag. „Wir bemühen uns, gemeinsam mit vielen Wermelskirchener Bürgerinnen und Bürgern alle Wünsche zu erfüllen“, sagt Salamon.
Die Geschenke werden im Haus der Begegnung übergeben. Es gibt Kaffee und Gebäck. Wer nicht selbst kommen kann, bekommt das Geschenk nach Hause geliefert.
Kurz und knapp
- Abgabe der Wunschzettel im Rathaus: bis zum 16. November
- Wunschwert: bis zu 25 Euro
- Abholung der Wunschkarten am Wunschbaum im Foyer des Rathauses: ab Montag, 23. November
- Geschenkübergabe: Freitag, 18. Dezember, im Haus der Begegnung, Schillerstraße 6
- Lieferung nach Hause für alle, die nicht selbst kommen können
Kommentar der Redaktion
Die Aktion setzt auf kleine, konkrete Wünsche und senkt damit die Hemmschwelle für Spender wie für Beschenkte. Die Anonymisierung schützt die Teilnehmenden. Offen bleibt, was passiert, wenn Karten am Baum hängen bleiben. Das sagt die Mitteilung nicht. Wer mitmachen will, sollte die Karte rechtzeitig abholen.

