Rösrath – Die Stadt Rösrath und ihr französischer Partner Pays de Gallie haben einen wichtigen Förderer verloren: Bernard Vitoux ist im Alter von über 90 Jahren gestorben. Das teilte die Stadt Rösrath mit. Vitoux zählte zu den Mitbegründern der Städtepartnerschaft und hat sie nach Angaben der Verwaltung maßgeblich geprägt.
Grundstein im Jahr 1998
Auf französischer Seite war Vitoux der Gründungspräsident des Partnerschaftsausschusses. Den Grundstein für die deutsch-französische Freundschaft der beiden Gemeinden hatte er 1998 zusammen mit Horst Reuver gelegt, der sich auf Rösrather Seite engagierte.
Über viele Jahre förderte Vitoux den persönlichen Austausch zwischen den Bürgern, wie die Stadt schreibt, mit Engagement, Herzlichkeit und Weitblick. Eine lebendige Partnerschaft habe sich entwickelt, getragen von Begegnungen in Sport, Kultur und Jugend und von vielen privaten Freundschaften. Sie bestehe bis heute.
Besonders eng war Vitoux demnach mit Reuver verbunden. Reuver starb 2016; auch er hatte sich bis dahin mit ganzer Kraft für die Freundschaft zwischen beiden Ländern starkgemacht. Die Erfahrungen des Krieges hatten beide Männer geprägt. Deshalb warben sie für Verständigung und Menschlichkeit und für ein freundschaftliches Verhältnis der beiden Gemeinden.
Als Partnerschaftsbeauftragter der Stadt Rösrath äußerte sich Dr. Sigurd Becke für die Verwaltung und das Partnerschaftskomitee: „Wir sind Bernard Vitoux zutiefst dankbar für sein Wirken, die Freundschaften, die er ermöglicht hat, und die Werte, die er vorgelebt hat.“ Das Mitgefühl der Stadt gilt der Familie und allen, die Vitoux nahestanden.
Den vollständigen Nachruf des Partnerschaftskomitees und der Verwaltung hat die Stadt Rösrath zum Nachlesen bereitgestellt.
Kommentar der Redaktion
Der Nachruf zeigt, dass eine Städtepartnerschaft von einzelnen Menschen lebt, die über Jahre dranbleiben. Wer die Partnerschaft kennt, wird sich in den Worten wiederfinden. Offen bleibt, wie die Begegnungen künftig weitergeführt werden. Dazu sagt die Mitteilung nichts, sie bleibt ganz beim Gedenken.

