Waldbröl – In Waldbröl soll es in der Adventszeit erstmals einen Krippenweg geben, auf dem Besucher in Schaufenstern unterschiedliche Weihnachtskrippen anschauen können. Die Stadt Waldbröl teilte mit, dass dafür noch Leihgaben gesucht werden.
Der Auftakt fällt auf das erste Adventswochenende, an dem auch der Waldbröler Weihnachtsmarkt beginnt. Dort wird die neue Waldbröler Markt-Weihnachtskrippe enthüllt. Es handelt sich um eine lebensgroße Krippe, die thematisch zum „Vieh- und Krammarkt“ passt.
Der Weg beginnt am Weihnachtsmarkt und verläuft über die Kaiserstraße, dann hinauf Richtung Oststraße und weiter an der Hochstraße entlang bis zum Marktplatz. Die Einzelhändler an der Strecke wurden gebeten, sich zu beteiligen, damit der Innenstadtbesuch im Advent stimmungsvoller wird.
Noch nicht jedes verfügbare Schaufenster hat eine passende Krippe. Das möchten die Veranstalter ändern und fragen deshalb nach schönen, besonderen oder ausgefallenen Krippen, die Waldbröler in der Adventszeit als Leihgabe ausstellen würden. Ansprechpartner ist das Team von „Wir für Waldbröl“.
Kurz und knapp
- Start: erstes Adventswochenende, mit Beginn des Waldbröler Weihnachtsmarktes
- Strecke: Weihnachtsmarkt, Kaiserstraße, Richtung Oststraße, Hochstraße, Marktplatz
- Gesucht: Weihnachtskrippen als Leihgabe für die Adventszeit
- Kontakt: Team „Wir für Waldbröl“, 02291 9099808 oder [email protected]
Zum Hintergrund
Das Marktthema der neuen Weihnachtskrippe hat in Waldbröl eine lange Geschichte. Nach Angaben der Stadt auf ihrer Website fand der Viehmarkt am 1. Mai 1851 zum ersten Mal statt. Die preußische Bezirksregierung hatte den Vorschlag des Landrats am 16. Oktober 1850 bewilligt.
Die Genehmigung des Krammarktes folgte 1860. Der Viehmarkt übte laut Stadt von Beginn an eine beträchtliche Anziehungskraft auf die Verkäufer von Kramwaren aus.
Heute ist der Viehhandel nach Angaben der Stadt deutlich in den Hintergrund getreten. Der Krammarkt bestimmt längst das Bild des Wochenmarktes. In der Ankündigung zum Jubiläum schreibt die Stadt, der Markt finde alle 14 Tage donnerstags statt und habe durchschnittlich 60 Verkaufsstände.
Kommentar der Redaktion
Die Idee verbindet Weihnachtsmarkt und Einzelhandel und gibt dem Marktthema eine sichtbare Form. Offen bleibt, wie viele Schaufenster am Ende tatsächlich bestückt werden. Wer eine Krippe zu Hause hat, die sonst nur selten jemand sieht, kann sie hier mit wenig Aufwand zeigen.

