Aachen – Auf dem Friedhof Walheim gibt es wieder eine funktionierende Wasserversorgung. Das teilte die Stadt Aachen mit. Schon im Frühjahr hatte sich gezeigt, dass die Hauptwasserleitung zum Friedhof defekt war und eine Reparatur nicht mehr möglich war. Der Versorger und eine Tiefbaufirma verlegten die Zuleitung deshalb komplett neu. Die Bauzeit betrug mehrere Monate.
Schwierig war vor allem der Untergrund. Der neue Rohrgraben verläuft durch Schieferfels. Schritt für Schritt brachen die Arbeiter das Gestein mit einem Presslufthammer auf, und ein Saugbagger räumte es danach weg.
Sobald die Leitung läuft, bauen die Verantwortlichen die provisorischen Wasserfässer schrittweise ab. Über die Sommermonate hinweg füllten Beschäftigte des Aachener Stadtbetriebs die Fässer immer wieder nach. Auf diese Weise war es den Besuchenden weiterhin möglich, die Gräber zu gießen.
Bald ist aber auch mit der neuen Leitung vorerst Schluss mit dem Wasser: Schon in den nächsten Wochen bereitet die Stadt die Friedhöfe auf den Winter vor und stellt das Wasser ab. Die Leitungen sind sogenannte Sommerleitungen und nicht frostsicher. Frost könnte auch die Wassersäulen beschädigen, deshalb werden sie ebenfalls geschützt. Erst wenn es im Frühjahr wieder wärmer wird, soll das Wasser wieder fließen.
Zum Hintergrund
Wie die Stadt Aachen im März auf ihrer Website mitteilte, wurden die Wasserleitungen auf den städtischen Friedhöfen ab dem 16. März wieder in Betrieb genommen. Das galt auch für die Wassersäulen.
Diese Wassersäulen waren wegen möglicher Frostschäden im Winter geschlossen worden.
Kommentar der Redaktion
Die neue Leitung beendet in Walheim eine Notlösung, . Für Besucher ist nun wichtig, dass die Winterpause bald beginnt. Wer im Winter Gräber pflegt, sollte sich darauf einstellen, Wasser mitzubringen. Wo es dann Alternativen gibt, sagt die Mitteilung nicht.

