Wermelskirchen: Kleiderladen nimmt aktuell nur eine Tüte Spenden an

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Wermelskirchen – Wer im Wermelskirchener Kleiderladen des Kinderschutzbundes Kleidung abgeben möchte, sollte derzeit nur eine gefüllte Tüte mitbringen. Das teilte die Stadt Wermelskirchen mit. Der Grund: Weil andere Abnehmer weggefallen sind, übersteigt die Menge der gespendeten Kleidung das, was die Ehrenamtlichen sinnvoll sortieren, verarbeiten und lagern können. Vorsitzender Ludwig Fein bittet um Verständnis. Die Spenden seien die Basis für die Unterstützung der Kinder in Wermelskirchen.

Im Laden gibt es Kleidung für Damen, Herren und Kinder sowie Schuhe, Bettwäsche und Spielsachen. Eine Fleecejacke kostet für Erwachsene drei Euro, für Kinder einen Euro. Einen Winteranorak bekommen Erwachsene für sechs Euro, ein Kinderanorak kostet drei Euro. In der Regel kosten die Stücke zwischen 2,50 und sechs Euro; selbst Neuware wird zu diesem Preis angeboten. Am meisten gehe Damenkleidung über den Tisch, sagen die Helferinnen, aber auch Kinderkleidung sei gefragt, weil Kinder schnell wachsen.

Mit dem Erlös finanziert der Kinderschutzbund Aktionen für Kinder, etwa die Veranstaltungen zum „Weltkindertag“ an der Katt.

Getragen wird der Laden von mehr als 40 Ehrenamtlichen. In sieben Schichten pro Woche packen sie aus, sortieren, hängen auf und kontrollieren. Pro Schicht sind sechs Damen im Einsatz. Nur Ware, die noch eine zweite Runde drehen kann, kommt in den Verkauf. Kaputte Hosen, beschädigte Schuhe und stark abgetragene Kleidung gehören in den Müll.

Die Helferinnen bitten, Spenden gewaschen, möglichst gebügelt und ordentlich gefaltet abzugeben. In einen Sack gestopfte Sachen knittern. Bei Kleidung aus Keller oder Speicher lohne sich eine Geruchsprobe und im Zweifel ein weiterer Waschgang. Als Faustregel gilt: Was man seiner Freundin schenken würde, ist für den Laden gut. Mehr Informationen stehen auf der Website des Kinderschutzbundes Wermelskirchen.

Kommentar der Redaktion

Die Bitte ist nachvollziehbar, denn ein Laden lebt von Ware, die sich verkaufen lässt, nicht von der größten Menge. Wer ausmistet, hilft mehr, wenn er in Etappen und mit sauberer Kleidung kommt. Offen bleibt, wie lange die Begrenzung gilt und wohin überschüssige Spenden stattdessen sollen.

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